Freude spenden

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Aus Freude Dankkbarkeit gewinnen

Bis vor kurzem kreisten die Gedanken zu dem heutigen Blog-Eintrag in meinem Kopf. Das Thema "Freude" hatte ich schon eine Zeit im Sinn. Bis eben hatte ich jedoch noch keine klaren Vorstellungen, was genau ich schreiben kann, um einen Impuls zu geben, der nützlich für andere ist. Doch dann habe ich einen Anfang gefunden.

Es klingelte mein Handy und mit ruhiger, sympathischer Stimme erzählte mir der Anrufer, er sei auf mein Profil im Internet gestoßen, hätte sich alle Seiten über mich angesehen und nun spontan zu Telefon gegriffen, um mir mitzuteilen, dass er es toll finde, was ich so mache in Bezug auf das Thema Bildung und dass er sich freuen würde, wenn wir miteinander in Kontakt kämen.

Er lobte mich und untermauerte seine Lobesworte, indem er darauf verwies, er sein schon im Ruhestand, wäre an verschiedenen Lehrstühlen im Bildungswesen tätig gewesen und kenne sich insofern mit Bildung aus.

Schon während des kurzen Telefonates hatte ich nach anfänglicher Überraschung ein immer breiter werdendes Lächeln auf den Lippen. Du kannst dir vorstellen, dass es mich riesig gefreut hat, einen solch netten Anruf zu bekommen. Schon wenige Augenblicke, nachdem ich aufgelegt hatte, freute ich mich noch etwas mehr, denn ich bemerkte, dass der Anrufer mir eine große Freude gemacht hat und das zu einer Zeit, als ich mir Gedanken zum Thema "Freude" machte ...

Freude fühlt sich einfach gut an. Freude tut gut. Nicht nur dem, dem eine Freude gemacht wird, sondern auch dem, der Freude schenkt. Wenn man so will, wirkt Freude also doppelt. Umso mehr ein guter Grund, sich das Phänomen Freude so oft wie möglich zu nutze zu machen. Und das geht ganz einfach: Mit ein wenig Achtsamkeit können wir viel entdecken, dass uns oder anderen Freude macht.

Ich spreche hier nicht von Geschenken, sondern von ganz alltäglichen Dingen. Man hat vielleicht gerade den Hausputz erledigt. "Unachtsam" würde vielleicht die Erschöpfung im Vordergrund stehen, vielleicht auch die Frustration, dass die Sauberkeit nicht lange währen wird. Mit ein wenig Achtsamkeit für die positiven Aspekte kann es auch Anlass zu Freude geben: alles sieht wieder sauber und ordentlich aus, es riecht frisch und die Familie wird es sicher auch angenehm finden, wenn es mal wieder etwas sauberer ist. Vielleicht bemerkt "die Family" es aber auch nicht, und dennoch kann man solchen Momenten auch Freude abgewinnen. Man freut sich einfach für sie mit. Man gönnt ihnen die Sauberkeit und auch das Recht, es nicht wahrzunehmen und auch, die Wohnung wieder unsauber zu machen.

Hast du in letzter Zeit bewusst das Gefühl wahrgenommen, dich für jemand Anderes zu freuen? Es fühlt sich ein bisschen wie Vorfreude an. Du kannst es leicht ausprobieren, ich gebe dir ein paar Beispiele:

Du schaust beispielsweise eine Fernseh-Sendung wie "Das Supertalent". Da treten teils Menschen auf, die mutig und begabt sind und auf einmal auf einer großen Bühne stehen. Ganz unabhängig davon, ob sie am Ende gewinnen oder verlieren, du kannst dich leicht für und mit ihnen freuen, ihnen in Gedanken alles Gute wünschen. Achte dann mal ganz bewusst auf die Reaktion in dir.

Oder: Du siehst einen älteren Menschen, der langsam aber stetig spazieren geht. Ein schöner Grund sich für ihn zu freuen: Dafür, dass er noch mobil ist und sich ohne fremde Hilfe und selbstbestimmt durch die Welt bewegen kann. Solche Gelegenheiten zur Freude nutze ich des öfteren, ganz still und heimlich, denn diese "meine Freude" merkt man um mich herum meist nicht. Aber ich merke es. Die Freude breitet sich in mir aus und es entsteht auch ein Gefühl von Dankbarkeit.

Freude an andere geben kannst du, wenn du folgendes "Übungsterrain" nutzt: Du kaufst ein oder bekommst telefonisch Hilfe und dir wird freundlich, kompetent oder vielleicht sogar zuvorkommend geholfen. Vielleicht auch nur ganz "normal", aber das vielleicht unter erschwerten Umständen, z.B. in hektischer Umgebung oder am Ende einer langen Schicht. Wie oft hast du solchen Menschen schon gezeigt, dass du zufrieden bist? Das der Service dir gefallen hat. Im Alltag gehen wir meist einfach darüber hinweg. Zahlen vielleicht das obligatorische Trinkgeld. Probiere doch mal aus, die Gelegenheit achtsam aufzugreifen und ein freundliches Feedback zu geben: "Sie waren außerordentlich freundlich, vielen Dank!", "Sie haben mir sehr geholfen, danke schön!" oder ähnliches sage ich dann meist. Meine eigene zum Ausdruck gebrachte Dankbarkeit sorgt für Freude beim Empfänger. Ganz sicher. Oft kann man die Reaktion schon direkt erfahren, ein Lächeln, ein überraschtes "Dankeschön" oder ein fröhlicherer Ton beim nachfolgenden Kunden sind ein solches Feedback.

Jetzt mache ich dir die Freude, für heute zum Ende zu kommen ;-). Nutze die Zeit, freue dich möglichst oft und gib deine Freude mindestens genauso oft weiter. Am besten machst du eine Gewohnheit draus!

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Wirt.-Ing. (BA) Kai Pawlowski

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