Veränderung braucht Zeit und einen Plan

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Veränderung braucht Zeit und einen Plan

Veränderung braucht Zeit, es ist ein Prozess, der sich meistens über einen längeren Zeitraum entwickelt.

Am Anfang steht die Veränderungsbereitschaft. Vielleicht fängt es so an, dass man etwas an sich bemerkt, dass einem nicht gefällt. Eine Verhaltensweise. Eine Reaktion auf Äußeres. Eine Art und Weise, mit etwas umzugehen. Eine schlechte Angewohnheit. Ein ungesundes Verhalten.

Es kommt also ein Zeitpunkt, an dem wir etwas bemerken und uns darüber Gedanken machen. Wir werden uns bewusst. Wir analysieren Situationen, Vorkommnisse, Verhaltensweisen. Unsere, aber auch unsere im Zusammenspiel mit denen anderer.

Es entstehen Erkenntnisse und wir fangen an zu verstehen, wie wir ausgehend von diesen Erkenntnissen etwas ändern können.

Dann treffen wir eine Entscheidung. Wir nehmen uns vor, diesen einen Punkt zu ändern. Oder die Herausforderung anzunehmen.

Ohne die Achtsamkeit, entgeht uns die Erkenntnis.

Ohne die Erkenntnis kann es keine vernünftige Entscheidung geben.

Ohne eine klare Entscheidung, wird es keine nachhaltige Veränderung geben.

Ab dem Zeitpunkt der Entscheidung startet der Prozess der Veränderung. Die Qualität und die Effektivität der Veränderung hängt zuerst von der Entscheidung ab. Dann auch noch von einen planmäßigen Umsetzung.

Alleine die Entscheidung, mehr Sport zu treiben, macht uns nicht zum Sportler. Wir brauchen als Grundlage zur Verwirklichung dieses Vorsatzes einen Plan.

Welche Art von Sport? Wann geht es los? Wie häufig und wie lange werde ich die sportliche Aktivität ausüben? Welche Ziele habe ich? Möchte ich Muskeln aufbauen? Wenn ja, wieviel Muskelmasse möchte ich bekommen? Möchte ich abnehmen? Welches Körpergewicht möchte ich dann erreichen?

Der Vorsatz braucht einen klaren Plan, damit aus der Idee Wirklichkeit werden kann.

Am Anfang ist es nicht wichtig, dass es ein perfekter Plan ist. Wir dürfen Fehler machen. Wir können eine geplante Herangehensweise durch die dabei entstehenden Erfahrungen anpassen und optimieren.

Wir sollten eine einmal getroffene Entscheidung aber nicht über den Haufen werfen, nur weil unser anfänglicher Plan sich als falsch heraus stellt.

Jede Art von Veränderung ist eine Herausforderung. Nur weil wir uns dieser Herausforderung stellen, werden wir sie nicht auch meistern können. Je größer die Herausforderung, umso schwerer wird es sein, sie zu bewältigen.

Aber egal wie groß die Herausforderung ist, ein guter Plan zur Lösung hilft dabei, sie anzugehen. Schritt für Schritt.

Der Plan enthüllt die verschiedenen Schritte, die zur Realisierung führen. Wir teilen die notwendigen Schritte des Veränderungsprozesses in kleine überschaubare „Häppchen“ und schon sind sie leichter verdaulich für uns.

Die Planung und die Festlegung der Vorgehensweise ist elementar für die Erreichung einer Veränderung. Kleine Teilziele und hilfreiche Werkzeuge oder Unterstützung machen es uns leichter, dem Plan zu folgen und immer wieder motiviert zu werden.

Jedes erreichte Teilziel, jeder Meilenstein, den wir erreichen gibt uns die Rückmeldung, dass sich der Weg schon gelohnt hat und dass wir etwas voran gekommen sind.

Je nach Art der Veränderung wird es uns mehr oder weniger schwer fallen, durchzuhalten. Hier kommt eine weitere wichtige Voraussetzung für den Erfolg ins Spiel: Rituale. Wenn es uns gelingt, ein oder mehrere Rituale zu entwickeln und dann regelmäßig anzuwenden, wird uns dies sehr helfen, im Veränderungsprozess stetig weiter zu kommen.

Ein Ritual ist eine einmal festgelegte Handlungsweise, die wir gut überdacht haben und die uns und unserem Vorhaben dienlich ist.

Wenn ich zum Beispiel morgens früher aufstehen möchte, dann kann das Ritual dafür das Stellen des Weckers am Abend vorher sein, verbunden mit der Entscheidung, am nächsten Morgen beim Klingeln des Weckers sofort aufzustehen.

Wenn am Morgen dann der Wecker klingelt, ist das das Signal zum Aufstehen. Die Entscheidung, aufzustehen haben wir bereits am Vorabend mit dem Stellen des Weckers getroffen. Es gibt also beim Klingeln des Weckers keinen vernünftigen Grund, erneut in einen Entscheidungsprozess einzutreten. „Soll ich wirklich aufstehen?“ Diese Frage können wir aushebeln, wenn wir einfach nur das machen, was wir vorher beim Festlegen des Rituals bestimmt haben. Ohne Wenn und Aber.

Die wiederholte Ausübung des Rituals wird dann Schritt für Schritt zu einem immer leichter fallenden Vorgang. Die ersten Tage fällt es noch nicht so leicht, aber da man genau weis, was zu tun ist, muss man nur loslegen, nicht nachdenken. Einfach nur tun.

So entsteht über Tage, Wochen und Monate eine Regelmäßigkeit. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass wir nach 66 Tagen Wiederholung einer neuen Verhaltensweise diese als Gewohnheit in unserem Unterbewusstsein abgespeichert haben. Ab da ist es für uns „normal“, es einfach nur zu tun.

Das zuvor geschaffene Ritual hat uns den Weg gehen lassen, um eine neue Gewohnheit zu entwickeln. Und diese neu gewonnene Gewohnheit bringt uns einen großen Schritt näher zu der von uns gewünschten Veränderung. Sie hilft uns, der Kausalkette zu folgen.

Wenn ich schlanker und gesünder sein möchte und mir vornehme, z.B. 20 Kilo abzunehmen, also mich körperlich verändern möchte, dann besteht dieser Veränderungsprozess vielleicht aus folgenden, teilweise von einander auch abhängenden Schritten, wie im folgenden Beispiel:

Entscheidung: 20 Kilo abnehmen

Plan:

Ziel klar definieren, z.B., das dann erreichte Gewicht schriftlich festhalten.

Maßnahmen, die ein Abnehmen ermöglichen überlegen und festlegen.

Entscheidungen treffen und planmäßig festlegen:

»Regelmäßig Sport treiben«

--> Zeiten, Anzahl oder „Menge“ definieren, also z.B. „Ich laufe jeden Samstag für eine Dreiviertelstunde durch den Wald.“

»Gesünder essen«

Gesundes Essen kaufen und kochen und dies leichter realisieren, weil einige Rituale erfunden werden, z.B.

Ritual entwickeln, im Supermarkt beim Gang zum Chips-Tüten-Regal wahrzunehmen, welchen Plan man hat und den Weg umlenken zur Gemüse-Abteilung und satt einer Tüte Chips z.B. eine Salatgurke zu kaufen. So wird sich ein Ritual manifestieren und am Ende habe ich in der Küche die Gurke und nicht die Tüte Chips zum Essen.

Auswirkungen und Verlauf:

Im Verlauf der Umsetzung des Planes, wird man immer vertrauter mit den notwendigen Maßnahmen des Plans. Vielfach stellt sich auch eine neue Art von Lust ein, z.B. beim Sport treiben werden Glückshormone ausgeschüttet und die anfängliche Überwindung, loszulegen verwandelt sich in eine neue Lust, wieder loszulaufen. Meinem Körper gefällt das.

Jede Art von geplanter Handlung auf dem Weg in die neue, veränderte Welt, die man sich vorgenommen hat, wird zu Fortschritten führen. Jeder Fortschritt gibt uns die Rückmeldung „Du bist auf dem richtigen Weg“.

Wir lernen im Verlauf des Veränderungsprozesses, das es möglich ist. Wir erfahren, wozu wir fähig sind. Wir erleben die schrittweise Veränderung. Schon die ersten 3 Male Sport gemacht zu haben, wird uns stolz machen. Schon die ersten 3 Kilo abgenommen zu haben, wird uns besser fühlen lassen.

Im Erleben der positiven Teil-Ergebnisse erfahren wir den Veränderungsprozess vielleicht als leicht, und gar nicht so schwer, wie wir es uns ursprünglich vorgestellt hatten. Wir sind angekommen! Wir sind im Fluss.

Wir können einfach durch ein Weitermachen und Durchhalten die Dinge wahr machen, die wir uns vorgenommen haben, nach denen wir uns gesehnt haben, die wir „endlich machen wollten“. Jetzt tun wir sie.

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